Projekt und Buch

 

With over 1,500 species of ferns and flowering plants, the Greek island of Rhodes, loved by tourists, is one of the richest floristic regions in the Mediterranean. Here species of the western and central Mediterranean meet with Aegean, Eastern Mediterranean and Turkish species. There are also 16 endemic taxa that are found only on Rhodes and Halki. A team of 18 authors has extensively studied the flora of the islands during almost 20 years and found many new species. In the first of two volumes of this flora over 750 taxa are presented with detailed descriptions and distribution data and two new taxa are described. Bilingual English and German keys facilitate determination, together with colour photos of nearly all species that have been made in recent years, mostly in Rhodes. Numerous illustrations of the most important habitats complement the flora.

 

German with bilingual keys in English and German

 

1987 erschien von Anette Carlström „A survey of the Flora  and Phytogeography of Rhodos, Simi, Tilos and the Marmaris Peninsula (SE Greece, SW Turkey)”. Angeregt durch diese Arbeit unternahm der Erstherausgeber 1994 eine Exkursion nach Rhodos, um die Flora des östlichen Mittelmeergebietes kennen zu lernen. Zu diesem Zeitpunkt war nicht geplant, die Ergebnisse in einer Flora zusammenzustellen. Es wurden aber schon damals Bestimmungsschlüssel für einige Gattungen angefertigt. Die Flora von A. Carlström bot keine Möglichkeiten zur Bestimmung der aufgelisteten Arten und die zu diesem Zeitpunkt 10bändige „Flora of Turkey“ von P. H. Davis (1965-1988), die die ostägäischen Inseln mit einschließt, war schon aus Platzgründen im Gelände nicht zu verwenden.

Ab Ende der 90er Jahre unternahmen die Herausgeber dann zu allen Jahreszeiten regelmäßig Exkursionen nach Rhodos. Diese werden bis heute in unterschiedlicher Intensität fortgeführt. Der Plan für alle auf Rhodos und Chalki vorkommenden Gefäßpflanzen eine Flora zu erarbeiten wurde im Jahr 2001 gefasst – was da auf uns zukommen würde, konnten wir damals noch nicht absehen.

Nach den Publikationen von Frau Carlström wurden lediglich für die Orchideen grundlegende Arbeiten zu Rhodos vorgelegt. Aus der zunächst geplanten „kurzen“ Exkursionflora“ wurde deshalb im Laufe der Jahre einer umfangreiche Neubearbeitung der Flora des Gebietes. Zu den von Carlström (1986) genannten 1100 indigenen Arten sind über 200 Arten neu hinzugekommen, darunter auch 2 Neubeschreibungen. Dazu trug auch bei, dass viele Exkursionen auch außerhalb des von Botanikern bevorzugten Frühjahrs stattfanden.

Auch die photographische Erfassung, die zunächst nur beispielhaft geplant war, ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass über 90% der vorkommenden Arten abgebildet werden können. Darunter finden sich auch viele Photos von Arten, die bisher selten oder gar nicht abgebildet wurden. Es wurde dabei besonderer Wert auf Photos aus dem Gebiet der Flora gelegt.

Von Anfang an war uns klar, dass wir die Arbeit nicht alleine würden bewältigen können. Die Anfragen zur Mitarbeit bei botanischen Freunden und Kollegen waren überwiegend positiv und ließen erwarten, die Flora in wenigen Jahren abzuschließen. Da die Arbeiten zumeist aber nur in der Freizeit erledigt werden konnten, sahen sich zahlreiche Bearbeiter nicht in der Lage, die zugesagten Beiträge fertig zu stellen. Dies führte immer wieder zu Verzögerungen, so dass erst 15 Jahre nach Beginn der Arbeiten ein erstes Ergebnis vorliegt.

Der Entschluss die Flora in zwei Bänden zu veröffentlichen hat mehrere Gründe. Zum einen wäre durch die ausführlichen Artbeschreibungen und die zahlreichen Photographien ein ca. 1.200 Seiten starkes Buch extrem unhandlich. Zum anderen ist die Bearbeitung einiger Pflanzenfamilien noch nicht abgeschlossen. Die Zeit bis zu ihrer Fertigstellung hätte weiteren Verzögerungen geführt. Der Familien-Bestimmungsschlüssel, eine genaue Analyse der Flora sowie Kapitel zu Pflanzengeographie und zur Gefährdung werden aus diesem Grund erst in Band 2 erhalten sein. Die Herausgeber sind dabei zuversichtlich, dass die Publikation des zweiten Bandes wesentlich schneller als Erstellung von Band 1 gelingen wird. 

Wir hoffen, dass der vorliegende Band dazu anregt, sich mit der Flora der Ostägäis intensiver zu beschäftigen und weitere notwendige Anstrengungen unternommen werden, die beschriebenen Lebensräume und die darin vorkommenden Arten zu schützen.

 

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© Andreas Kleinsteuber