Allgemeines

Die Insel Rhodos ist ca. 78 km lang und an der breitesten Stelle 38 km breit und hat eine Gesamtfläche von ca. 1400 km². Sie ist damit die größte  Insel im Dodekanes und die viertgrößte Griechenlands. Der Großteil der ca. 125.000 Einwohner leben im dicht besiedelten Norden der Insel, in und um Rhodos-Stadt. Im Gegensatz zum Norden ist der Süden spärlich besiedelt und eher von traditioneller Landwirtschaft auf fruchtbaren Boden geprägt. Zwischen den landwirtschaftlich genutzten Flächen breitet sich karge Landschaft mit Bergen aus. Feuchtgebiete sind selten (z. B. südl. Kattavia und zwischen Lardos und Laerma).

Die höchste Erhebung ist mit 1215 m ü. NN der Attaviros.

Der grösste Teil der Insel besteht aus Kalk-, Sand- und Hornsteinen.


Vegetation (in Bearbeitung)

Angaben zur Vegetation finden sich bei Fiori (1924), Rechinger & Rechinger-Moser (1951), Finkl (1962), Lavrantiades (1969) und Carlström (1987). Die folgende kurze Zusammenstellung folgt weitestgehend den Angaben von Carlström.

Wälder

Nadelwälder

Pinus brutia ist - unabhängig vom Untergrund- die dominierende Art sowohl in tieferen als auch in höheren Lagen. Als Unterwuchs finden sich Arten der Phrygana. Unter feuchteren Bedingungen ist die Vegetation dichter und es finden sich Arten der Macchie, z. B. Myrtus communis, Spartium junceum und Quercus coccifera.
Im Innern der Insel auf basischem, serpentinreichem Gestein ("ultramafic rocks") stehen die Bäume häufig weit auseinander. Die sonstige Vegetation ist spärlich oder fehlt über weite Strecken ganz. Bewuchs findet sich fast nur Felsspalten oder Schwemmtrichtern. Ursache sind die flachgründigen Böden, stellenweise dominiert auch der nackte Felsboden. Charakteristische Arten sind z. B. Lavandula stoechas, Helichrysum stoechas und Dianthus crinitus, als floristische Besonderheiten finden sich z. B. Anthemis rhodensis, Silene tunicoides, Silene salamandra, Thymus cilicicus, Cleome iberica und Arenaria rhodia.
Cupressus sempervirens bildet besonders auf felsigen, kalkhaltigen Standorten höherer Lagen dominierende Bestände, die sich aber auch mit Pinus brutia mischen können.

Laubwälder

Quercus coccifera ist regelmäßig auf der Insel zu finden, bildet aber kaum nennenswerte größere Bestände. Vermutlich ist die Art durch die intensive Nutzung stark zurückgedrängt worden. Begleiter sind verschiedene Phillyrea-Arten, Pistacia lentiscus, Rhamnus alaternus etc.
Liquidambar orientalis findet sich selten entlang von Bächen, vorzugsweise auf kalkarmen Substrat (z. B. Petaloudes). Auf kalkhaligen Böden wird die Art von Plantanus orientalis ersetzt (z. B. Epta Piyes).

Phrygana

Die Phrygana nimmt flächenmäßig große Teile der Insel ein. Sie wird dominiert von häufig stacheligen Zwergsträuchern und ist meist durch Degradierung von Wäldern entstanden. Typische Arten sind u. a. Coridothymus capitatus, Sarcopterium spinosum, Genista acanthoclada, Lithodora hispidula und viele andere.

Macchie

Die Macchie wird aus dicht stehenden, über 2 m hohen Sträuchern gebildet. Typische Arten sind an feuchteren Standorten Myrtus communis, Styrax officinalis und Spartium junceum.  An  trockeneren  Standorten dominieren Arbutus andrachne,  A. unedo, Erica manipuliflora und Phillyrea latifolia.

Weitere Angaben zu Flora und  Vegetation finden sich bei MEDECOS. Die Fotografien sind allerdings von bescheidener Qualität.


Inselendemiten (in Bearbeitung):

Allium archeotrichon

Allium chalkii (nur Khalki)

Allium rhodiacum

Anthemis rhodensis

Campanula rhodia

Carthamus tenuis subsp. gracillimus

Centaurea lactucifolia

Colutea insularis

Consolida arenaria (2002 auch auf Limnos [Nomos Lesbos] nachgewiesen, Wildenowia 32:203)

Fritillaria rhodia

Onopordum rhodense

Ophrys dodekanensis

Ophrys halia

Ophrys eptapigensis

Ophrys parvula

Ophrys persephonae

Paeonia clusii subsp. rhodia

Silene salamandra

Umbilicus albido-opacus